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Aktionärsbrief 09/2013


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

nachdem uns in den letzten Wochen eine Reihe Zuschriften erreicht haben, möchten wir heute für alle Anleger das ablaufende Jahr kurz Revue passieren lassen.

Wie Sie aus vorausgegangenen Aktionärsbriefen wissen, hatten wir in diesem Zeitraum gleich mit mehreren Problemfällen zu kämpfen. Unsere im Wortsinn größte Baustelle war und ist die DDM AG. Im Juni 2012 war für das Unternehmen ein Gutachten erstellt worden, das die Firma mit einem zweistelligen Millionenbetrag bewertete. Um die angestrebten Immobilienprojekte zu ermöglichen, beteiligten wir uns aktiv an der Beschaffung des erforderlichen Eigenkapitals. Diese unternehmerischen (Erfolgs-)Planungen waren auch die Grundlage unsere Börsenanfragen hinsichtlich eines neuen Listings der bioenergy systems N.V..

 

Im Januar 2013 führten wir intensive Gespräche zur Umsetzung der geplanten Beteiligung an der DDM AG. Wie bereits mitgeteilt, baten die Partner uns jedoch um zeitweise Zurückhaltung, weil sie befürchteten, angestrebte Fremdfinanzierungen damit zu gefährden. Dem entsprachen wir. Im Gegenzug wurden die vereinbarten 50.000 Aktien der bioenergy systems N.V. nicht an DDM übereignet; sie liegen unverändert in einem BES-Aktiendepot zur Verwahrung. Obwohl wir im Jahresverlauf außerordentlich viel Zeit darauf verwandten, den Gesamtprozess voranzutreiben - Herr Kirchhoff ist inzwischen zu 100 Prozent für die DDM AG tätig, musste sich daraus resultierendem Zeitmangel geschuldet sogar im November aus der BES-Geschäftsführung zurückziehen - sind die aufschiebenden Faktoren seitens der DDM AG leider noch immer nicht ausgeräumt. Obwohl die Verkäufe von Wohnungen in den einzelnen Projekten zufriedenstellend verlaufen, spitzte sich die Situation in dem Unternehmen vielmehr im Oktober zu. Banken verschärften ihre Bedingungen, die Gesamtfinanzierungen sind noch nicht abschließend gesichert – u.a. bei einem Projekt wegen Diskussionen um die Baugenehmigung mit und zwischen verschiedenen Ämtern.


Noch in diesem Monat wird bei einer Aufsichtsratssitzung der DDM AG eine detaillierte Analyse der aktuellen Situation vorgelegt. Sollten sich daraus weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen ergeben, wäre unsere bioenergy systems davon zwar nicht unmittelbar betroffen. Es gäbe also keinen materiellen Schaden für unser Unternehmen. Andererseits hätten wir jedoch enorm viel Zeit und Energie vergeblich investiert; obendrein blieben dann die uns verbindlich zugesagten Gewinnbeteiligungen aus.

Aufgrund all dieser Verzögerungen warten die Banken leider auch noch immer auf die Vorlage belastbarer Ergebnisse durch unsere bioenergy systems N.V., um die Listing-Anträge bei den Börsen zu vervollständigen. Wir sind also noch immer nicht am Ziel.

Die ENERLOG hat zu Jahresbeginn 2013 sowie im März und April kleinere Aufträge abgearbeitet und den avisierten Abschluss über einen Großauftrag zu Installation sowie Anschlussaufträge zur Vermietung von acht Kesselanlagen gesucht. Bis Juni wurden über 50 Angebote geschrieben. Das Interesse auf der Kundenseite war zwar groß, die Vertragsverhandlungen gestalteten sich jedoch mindestens ebenso zäh.

Im Sommer beteiligte sich das Unternehmen an Ausschreibungen zum Bau zweier weiterer Anlagen, bei denen es jedoch im August Finanzierungsprobleme gab. Im September wurden zwei Anlagen vermietet, weitere Vermietungsverträge verhandelt. Im Oktober 2013 verließ dann der bisherige Geschäftsführer das Unternehmen überraschend, Hochschul -Ing Matthias Kutschbach übernahm seine Position. Gemeinsam sahen wir uns mit etlichen Problemen konfrontiert, denn zahlreiche fachliche Informationen und betriebliche Unterlagen waren nicht zugänglich. Dennoch nahmen wir den Kampf um den turn around auf, es wurde die Restrukturierung des Unternehmens zügig vorangetrieben. Im November erfolgte die erste Anlagenvermietung in der neuen Konstellation. Seither wurden zwei weitere Anlagen gebaut, eine bereits übergeben. In den letzten acht Wochen haben wir zudem die Verträge über den Bau weiterer drei Anlagen ausgehandelt, drei Vermietungen ab Februar 2014 erscheinen uns als gesichert. Neuprojekte sind in Anbahnung. Nach und nach sollen die bestehenden Verbindlichkeiten abgebaut werden.

Auch bei unseren bioampere®-Vergasern ist das Kundeninteresse – inzwischen international – groß. Dennoch hat sich die Gestaltung konkreter Abschlüsse sehr schleppend entwickelt, u.a. wegen sich ständig ändernder Rahmenbedingungen in Deutschland. Zudem müssen wir selbstkritisch einschätzen, dass die hohe Arbeitsbelastung in Sachen DDM AG sich bremsend auf unser eigentliches Kerngeschäft ausgewirkt hat. Mitunter fehlte schlicht die Zeit dafür. 

Für das kommende Jahr haben wir eine Vielzahl konkreter Maßnahmen zur Beschleunigung bereits vorgeplanter Projekte sowie Messebeteiligungen und andere Akquisitionsschritte detailliert geplant. Auch technologisch wollen wir Fortschritte erzielen, u.a. die Strohvergasung vorantreiben und im Auftrag eines Anlagen-Interessenten eine Lösung für die thermische Umsetzung von Geflügelmist schaffen.

Und natürlich haben wir als vordringliche Aufgabe die Sicherung der börslichen Neuplatzierung im Auge – bitte gehen Sie davon aus, dass das Team der bioenergy systems N.V. daran mindestens ebenso stark interessiert ist, wie Sie es sind.


Mit besten Wünschen für erholsame Feiertage
und einen guten Start in das Jahr 2014

 

Ralph Brendler
Vorstand